Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

Austauschtreffen der Förderprogramme

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen stellen eine große Herausforderung für viele Beteiligungsprojekte dar. So leben diese doch genau vom direkten Austausch und der gemeinschaftlichen Entwicklung von Ideen. In Zeiten der Digitalisierung müssen die Projekte aber trotz Abstandsgeboten nicht ruhen. Zum Austausch über geeignete Alternativen treffen sich aktuell laufende Projekte aus den Förderprogrammen „Nachbarschaftsgespräche. Zusammenleben – aber wie?“ und „Quartiersimpulse – Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“.

An zwei Terminen im November 2020 trafen sich ca. 60 Personen aus den beiden Programmen über das Konferenz-Tool Webex. Dabei haben pro Treffen je ein Projekt aus den Quartiersimpulsen und ein Projekt aus den Nachbarschaftsgesprächen ihre Beteiligungsaktivitäten während der letzten Monate vorgestellt.

Was geht trotz Corona?

Von Fotoaktionen auf der Straße im Rahmen des Projekts „Das Bahnhofsviertel verändert sich – und wie?!“ in Rastatt über Wanderungen auf Pilgerwegen für das Projekt „Ein Hospiz für 23 Kommunen“ in Schwäbisch Gmünd, Postkarten- und Pflanzaktionen für die Nachbarschaftsgespräche in der Paul-Lincke-Straße in Botnang und hybride Veranstaltungen mit digitaler Denkwerkstatt in Sulz am Neckar war alles dabei. Die kreativen Ideen zeigen: Eine Pandemie zwingt uns zwar dazu, umzudenken, viele Lösungen sind aber so gut, dass sie sicherlich auch nach der Zeit der Kontaktbeschränkungen weitergeführt werden. Was alle vier Projekte eint: Sie haben sich von den neuen Umständen nicht aufhalten lassen, sondern flexibel umgeplant und mutig Neues ausprobiert. Auch die Kommunikation mit den Bürgern ist nicht abgerissen und Ergebnisse und Änderungen wurden stets transparent mitgeteilt. Mutig, innovativ, flexibel und transparent, so soll Beteiligung sein!

Bei beiden Terminen gab Anni Schlumberger, Human IT GmbH, den Teilnehmenden einen Leitfaden an die Hand, wie das richtige Tool für eine Onlinebeteiligung ausgewählt wird. Besonders wichtig ist dabei: Das Ziel bestimmt das geeignete Tool, nicht umgekehrt! Zusätzlich gab sie nützliche Tipps zur Onlinemoderation und für die Aktivierung von Teilnehmenden.

Und sonst noch? 

In der anschließenden offenen Austauschrunde wurde angeregt über die einzelnen Projekte der Teilnehmenden gesprochen und auch allgemeine Hinweise und Ideen ausgetauscht. Es war spannend zu hören, welche schönen Ideen bereits umgesetzt werden. Möglichkeiten zur Teilnahme an digitalen Veranstaltungen für Menschen ohne eigenen Computer, die optimale Größe des Moderationsteams bei digitalen Veranstaltungen und Hinweise zu einladenden Anschreiben an Zufallsbürger*innen sind nur einige wenige Beispiele. Ganz konkret wurde außerdem von digitalen Adventskalendern, App-basierten Schnitzeljagden und Weihnachtssternen to-go berichtet. Wir sind begeistert, wie viel in den Projekten passiert und wie mutig und innovativ Lösungen gefunden werden.

Ganz sicher hat der Austausch Inspiration und Ideen für eigene Projekte vermittelt. Abschauen und Nachmachen sind, gerade jetzt, absolut erlaubt! Auch war es schön, wieder zusammen zu kommen, wenn auch nur digital. Dies dient als Brücke zu der Zeit nach Corona, wenn wir uns wieder im direkten Austausch treffen und persönlich begrüßen können.

Die abschließende Abfrage über Mentimeter zeigt auch, dass die Teilnehmenden viel für ihre eigene Arbeit in den Projekten mitnehmen konnten. Wir sind gespannt, von welchen kreativen Ideen wir als nächstes berichtet bekommen.

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