Für Suse zum 100.

gefördert im Programm: Nachbarschaftsgespräche
PLZ/Ort: 74392 Freudental

Der Arbeitskreis Erinnern & Gedenken initiiert mit dem Projekt „Für Suse zum 100.“ anlässlich des 100. Geburtstags von Suse Underwood, der letzten jüdischen Zeitzeugin Freudentals, ein offenes Begegnungs- und Erinnerungsformat. Ziel des Projekts ist es, die jüdische Ortsgeschichte sichtbar zu machen, den Austausch innerhalb der Gemeinde zu fördern und die Bedeutung von Erinnerungsarbeit für Demokratie, Vielfalt und Toleranz erlebbar zu machen. Im Mittelpunkt steht ein niedrigschwelliger „Geburtstagskaffee“ an und in der ehemaligen Synagoge in Freudental, zu dem alle Bürger*innen persönlich eingeladen werden. Das offene Veranstaltungsformat schafft Raum für Begegnung, Gespräch und gemeinsames Erinnern. Ergänzt wird es durch Präsentationen eines Schülerseminarkurses, eine Autorenlesung sowie die Gestaltung eines künstlerischen Murals im öffentlichen Raum, das dauerhaft an Suse Underwood und ihre Familie erinnert. Durch persönliche Einladungen, eine Postkartenaktion sowie ein kostenfreies und inklusives Angebot mit Kinderprogramm wird eine breite Beteiligung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen ermöglicht. Die Teilnehmenden können sich aktiv einbringen, etwa im Austausch mit Schüler*innen, Nachfahren und weiteren Beteiligten oder durch die Mitwirkung an zukünftigen Aktivitäten der Erinnerungsarbeit. Über die Veranstaltung hinaus zielt das Projekt darauf ab, nachhaltige Impulse für die lokale Erinnerungsarbeit zu setzen. Die Einbindung von Schulen, Ehrenamtlichen und weiteren Akteur*innen stärkt bestehende Netzwerke und fördert neue Formen des Engagements. Durch die Verbindung von persönlichem Gedenken, gemeinschaftlichem Austausch und dauerhafter Sichtbarkeit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur lebendigen Erinnerungskultur in Freudental.