Lange Nacht der Partizipation

6. Juni 2024

35 Projekte – 35 Geschichten

Gegenseitiges Kennenlernen und insbesondere voneinander- und miteinander lernen standen im Mittelpunkt der fünften Langen Nacht der Partizipation 2024 in Dornbirn.

Über 200 Teilnehmende haben sich in schöner Bergkulisse in Vorarlberg Mitte Mai in Dornbirn getroffen, um gemeinsam zu schauen, was ist los in der Beteiligungsszene, was wird umgesetzt, was wird bewegt. Ziel der Langen Nacht der Partizipation ist es, Menschen zusammenzubringen, die etwas tun und was bewegen.

In der ersten Runde haben wir die Debattenarena aus Freiburg kennengelernt. Auslöser für die Entwicklung des Formats war die Zunahme an online-Hatespeech und das dadurch verknüpfte Anliegen wieder eine demokratische Streitkultur etablieren zu können und zwar: von Angesicht zu Angesicht und nicht im leeren Raum. Die Debattenarena schafft mir ihrem Format wieder Raum für eine geleitete Debattenkultur. Meinungen zwischen Befürworter*innen und Gegner*innen können geäußert und ausgetauscht werden, Hassrede und Falschaussagen sind ausdrücklich nicht erlaubt und werden durch Faktencheker*innen aktiv unterbunden. Ziel des Formats ist es einen Perspektivwechsel zu generieren und die Anerkennung anderer Sichtweisen wieder voranzutreiben. Es geht darum, wieder in einen wertschätzenden gemeinsamen Umgang miteinander zu kommen und so eine gemeinsame Ebene zu schaffen für ein gutes Miteinander vor Ort. Wer mehr erfahren möchte kann sich HIER informieren.

In der zweiten Workshoprunde haben wir uns das Projekt COOLymp aus Innsbruck angeschaut und einen Blick in die tirolerische Quartiersarbeit geworfen. Im olympischen Dorf in Innsbruck gibt es einen großen Platz, mit einer massiven versiegelten Fläche, die dadurch im Sommer nicht nutzbar ist für die Nachbarschaft. In einem durch die Politik angeregten Beteiligungsprozess wurde ein Ideenlabor durchgeführt. Hier konnten sich die Anwohner*innen einbringen und den neuen Platz aktiv mitgestalten, Ideen und Anregungen einbringen. Aus den Resultaten des Ideenlabors wurde ein Vorentwurf entwickelt, der wiederum in einem partizipativen Prozess mit den Bewohner*innen abgestimmt wurde. Aktuell befindet sich der Platz in der Umbauphase und soll im Juli 2025 fertiggestellt sein. Parallel zum Bauprozess finden aktuell Baustellenbegehungen statt, um den Anschluss an die Bewohner*innen und neu Hinzugezogene weiter zu erhalten. Wer mehr über das Beteiligungsprojekt in Innsbruck erfahren möchte, kann sich HIER informieren. Und wer selber in die Quartiersarbeit einsteigen mag kann hierfür gerne unsere Förderprogramme „Gut Beraten!“, oder die „Quartiersimpulse“ in Anspruch nehmen.

In der dritten und letzten Runde der langen Nacht haben wir uns mit der Initiative IG Demokratie ausgetauscht, die gerne daran mitarbeiten möchte das politische System mit seinen derzeitigen Herausforderungen zu unterstützen. Sie verfolgen das Credo: „Mehr Demokratie wagen!“. Ihr Ziel: eine Demokratiereform muss partizipativ entwickelt und gestaltet werden, um die Defizite der Demokratie gemeinsam zu beheben. Sie möchten aktiv daran mitarbeiten ein neues Selbstverständnis von Demokratie zu generieren.

Wir nehmen viele spannende Anregungen mit und freuen uns schon auf die nächste Lange Nacht der Partizipation!

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