Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

Gemeinde Gottmadingen: Nachbarschaftsgespräch Quartier Rattenäcker
gefördert im Programm: Nachbarschaftsgespräche

In einem partizipativen, ergebnisoffenen Bürgerbeteiligungsprozess wird gemeinsam entwickelt wie die Nachbarschaft zukünftig im Quartier leben möchte. Zu Beginn des Prozesses erarbeitete eine Begleitgruppe aus Bürgern, wie die Menschen im Quartier am besten erreicht und beteiligt werden können.

Die Begleitgruppe setzte sich aus Vertretern aller Fraktionen aus dem Gemeinderat, Projektleitung der Gemeinde sowie aus Bürgern zusammen, die verschiedene Perspektiven für das Quartier einbringen können. Die Gemeinde Gottmadingen profitierte von den unterschiedlichen Blickwinkeln der Begleitgruppe unter anderem bei der Ansprache der Bürger, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sowie mit Blick auf die Beratung während des Beteiligungsprozess. Die Gruppe traf sich insgesamt fünf Mal und sie beteiligte sich an den öffentlichen Veranstaltungen. Entweder in einer aktiven Rolle oder als Teilnehmende.

Zu Beginn wurde festgelegt: die Beteiligungsformate sollen für alle offen sein und möglichst unterschiedliche Personen erreichen. Die Beteiligung soll im Quartier (auch im Freien) stattfinden. Als Auftakt wurde ein öffentlicher Spaziergang rund um die Eichendorffschule vor Ort gewählt. Neben Informationen zu Zielen, Leitplanken des Gemeinderates, Terminen ging es vor allem darum, ins Gespräch zu kommen und erste Anregungen zu sammeln. Was kann auf dem Schulgelände entstehen, wenn die Schule umzieht? Welche Funktion erfüllt das Gelände jetzt und was fehlt? Wo begegnen wir uns im Alltag? Wie möchten wir im Alter leben? Dies waren Fragen, mit denen sich die etwa 120 Teilnehmer beschäftigten. Insgesamt fanden fünf geführte Spaziergänge zu unterschiedlichen Stationen statt. Mehrere Begleitgruppenmitglieder aus dem Quartier begleiteten Stationen und konnten die Diskussion mit ihren Nachbarn moderieren. Eine Station wurde durch den Vorsitzenden des Kreisseniorenrates geleitet.

Die Ergebnisse des Spaziergangs und Bildeindrücke wurden in einer Dokumentation festgehalten, welche hier einzusehen ist: www.quartierfueralle.de.

Aufbauend auf den Ideen, die während der Spaziergänge gesammelt wurden, konnte eine Exkursion zu gemeinsam ausgewählten Best Practice Beispielen stattfinden. Die Exkursion diente dazu einen gemeinsamen Wissensstand zu erreichen und Inspiration mit nach Gottmadingen zu bringen. Nachbarn, ehrenamtlich Engagierte und hauptberuflich Mitwirkende kamen zu Aspekten wie Begegnungsorte, Trägerformen, Wohnformen sowie die persönlichen Wünsche für das Leben im Alter und im Quartier ins Gespräch. Auch über das Einwohnermelderegister konnten zufällig ausgewählte Bürger für die Teilnahme an der Exkursion gewonnen werden.

Einen ganzen Tag lang waren 50 Bürger gemeinsam mit einem Bus unterwegs und wurden vor Ort durch unterschiedliche Wohnformen geführt. Die Teilnehmer konnten vor Ort viele Fragen stellen und sich im „Exkursionsbuch“ wichtige Punkte notieren. Die Busfahrten zwischen den Stationen wurden zur Auswertung und Diskussion der neuen Erkenntnisse genutzt, so dass für die Weiterarbeit auch konkrete Ergebnisse vorliegen. Diese werden nun im Zuge der Förderung bei den Quartiersimpulsen weiter bearbeitet.

Anprechpartner: Michael Klinger
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