Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

Digitale live Roadshow

Im August wurde die Allianz für Beteiligung als Partnerin im Projekt: „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ des Baden-Württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) eingeladen an einer der vier digitalen Roadshows teilzunehmen und sich vorzustellen. Die Roadshows sind Teil des Wettbewerbs „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“, welchen der BWGV im Rahmen der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ durchführt. Für den Wettbewerb: „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ können sich bis zum 12. März 2021 Quartiersprojekte, die eine genossenschaftliche Umsetzung anstreben, bewerben.

Auch der BWGV entschied sich in diesem Sommer dazu seine geplante Veranstaltungsreihe in diesem Jahr digital als Livestream umzusetzen. Zum Auftakt sprachen der Moderator Manuel Andrack gemeinsam mit Manne Lucha MdL, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg und Dr. Roman Glaser, Präsident des BWGV über die Möglichkeiten der genossenschaftlichen Quartiersentwicklung.

In den weiteren Formaten dreht sich alles um die Fragen:

  • Welche genossenschaftlichen Ansätze es bereits gibt oder gerade in Planung sind?
  • Welche Faktoren für eine Gründung wichtig sind, oder wie sie die Finanzierung stemmen können?
  • Wie man Angebote der Pflege und Betreuung mit Wohnen kombinieren kann?

In der zweiten Roadshow mit dem Titel: „Dienstleistungs-/ Dachgenossenschaften – gemeinsam mehr erreichen“ ging es um folgende Inhalte: Genossenschaften schaffen nicht nur Gemeinschaft und Zusammenhalt, sie sind auch die ideale Rechts- und Unternehmensform, um gemeinschaftliche Projekte auf eine solide Grundlage zu stellen. Dabei erleichtern sogenannte Dienstleistungs- oder Dachgenossenschaften den vielen kleinen und jungen Initiativen die Arbeit, indem sie Aufgaben bündeln und beim laufenden Management und der Verwaltung unter die Arme greifen.

Wir waren als Partner des Projekts live dabei und hatten die Möglichkeit die Allianz für Beteiligung und unsere Fördermöglichkeiten für Initiativen, Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg vorzustellen.

Im Gespräch mit dem Moderator Manuel Andrack sprach Lisa Weis, stellvertretende Geschäftsführung der Allianz für Beteiligung darüber, dass die Allianz für Beteiligung davon ausgeht, dass gesellschaftliche Herausforderungen in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft durch die Beteiligung der Bürger*innen besser gemeistert werden können. Und dass unter den Stichworten von Beteiligung, „Bottom-up“ und Mitbestimmung auch die Allianz für Beteiligung den Genossenschaftsgedanken befürwortet. Das dies klar der Fall ist betonte Lisa Weis im Gespräch. „Wenn jeder Bürger*in/ Einwohner*in Selbstverantwortung übernimmt darüber, wie das eigene Lebensumfeld gestaltet werden soll und in welchem Sozialraum man leben möchte und dies dann eben auch noch mit anderen Personen gemeinsam vorantreibt, dann kann das nur eine gute Sache sein.“ betonte sie im Gespräch. Als Allianz für Beteiligung erleben wir insbesondere, dass diese Strukturen vornehmlich den ländlichen Raum stärken können. Kleinere Verwaltungen haben auch kleine Verwaltungen und wenn dann Politik, Verwaltung und Bürgerschaft sich gemeinsam auf den Weg machen, um gemeinsam zu wirken, dann ist das unseres Erachtens eine gute Sache.

Auf die Rückfrage nach den einzelnen Förderlinien erläutert Lisa Weis: Wir als Allianz für Beteiligung verstehen uns als ein Netzwerk, das sich dafür einsetzt die Zivilgesellschaft und die Bürgerbeteiligung im Land zu stärken. Dafür ist es unseres Erachtens wichtig, den Dialog auf allen Ebenen anzuregen, also quasi einen Trialog zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu initiieren. Und genau dieses miteinander reden, dieses miteinander schaffen ist bereits eine Fördervoraussetzung: alle unsere Förderlinien enthalten zwei, für uns elementare, Stellschrauben: es müssen in der Projektumsetzung Maßnahmen der Bürgerbeteiligung ergriffen werden und eine Antragstellung ist nur in Kooperation möglich: stellt die Zivilgesellschaft einen Antrag, benötigt sie eine Stellungnahme der Kommune für ihr Projektvorhaben. Somit ist sichergestellt, dass der Dialog bereits initiiert wurde. Stellt eine Kommune einen Antrag, so benötigt sie umgekehrt hierfür einen zivilgesellschaftlichen Kooperationspartner.

Als Empfehlung, wie man vor Ort beispielsweise einen genossenschaftlichen Dorfladen initiieren kann und generell ins gemeinsame Arbeiten mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung kommen kann empfiehlt die Allianz für Beteiligung ihr Handbuch „(NEU)Land gestalten“. Hierin finden sich Abläufe und Methoden zum Thema Bürgerbeteiligung und es gibt eine Anregung, wie man Prozesse vor Ort in Gang setzen kann. Wenn dieser erste Schritt gemacht ist und sich beispielsweise ein Arbeitskreis gebildet hat, wäre es sicherlich hilfreich, wenn der Arbeitskreis einen Antrag im Förderprogramm „Gut Beraten“ stellt. Über diese Förderlinie kann die Initiative sich dann Beratung einholen, z.B. vom Genossenschaftsverband und kann in einem Prozess erarbeiten was zu tun ist, was auf sie zukommt und wie sie in die Umsetzung kommen können. Anschließend können die Allianz für Beteiligung auch gerne weiter behilflich sein und prüfen, ob ein weiterer Antrag in einem anderen Programm, wie beispielsweise den „Quartiersimpulsen“ sinnvoll sein kann.

Das Projekt „Genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung“ wird unterstützt vom Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Hintergründe und Informationen zur Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ des Ministeriums für Soziales und Integration, in deren Rahmen auch das Projekt anzusiedeln ist, finden Sie unter www.quartier2030-bw.de

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.