Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

Projektbesuche in Sexau und Mundingen

Eine Umfrage für Sexau

Ende April kommen nach Feierabend engagierte Sexauer und Sexauerinnen im digitalen Raum zusammen. Der im Programm Quartiersimpulse geförderte Beteiligungsprozess in Sexau ist in vollem Gange und mehrere Gruppen arbeiten parallel an verschiedenen Themen. Da aus einigen Gruppen der Wunsch nach einer Bürgerbefragung laut wurde, sollen relevante Aspekte zu Wohnen, zur Umwelt und zur Mobilität bei einer Befragung beleuchtet werden. Zur weiteren Ausgestaltung dieses Fragebogens treffen sich nun also 33 Personen im digitalen Konferenzraum. In den Video-Kacheln sind interessierte Sexauer und Sexauerinnen zu sehen, entweder alleine, aber auch zu zweit oder zu dritt als Familie, um sich in die Fragebogenentwicklung einzubringen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Michael Goby gibt der Moderator und Projektberater Udo Wenzl einen Überblick über den bisherigen Prozess und die Zielsetzung des Abends. Bevor es jedoch ins gemeinsame Arbeiten geht, stellen Pablo Rebholz und Moritz Wick, zwei Experten in Sachen Fragebogenkonstruktion, die sieben goldenen Regeln einer Umfrage vor. Worauf muss geachtet werden, wenn man eine Umfrage erstellt? Wie schafft man es, dass die Befragten die Umfrage auch fertig ausfüllen und abgeben? Wie muss eine Umfrage aufgebaut sein, damit sie spannend und aktivierend ist?

Als nächstes werden die Anwesenden in Gruppen von 3-4 Personen aufgeteilt um in kleiner Runde über den ersten Entwurf des Fragebogens zu diskutieren und Änderungsvorschläge zu sammeln. Nach 20 Minuten wird die Gruppe erneut aufgeteilt, sodass zwei große Gruppen entstehen. Die zuvor gesammelten Anmerkungen werden hier zusammengetragen und vertieft diskutiert. Bei Bedarf wird direkt recherchiert und die Diskussion könnte gut und gerne noch länger dauern. In der Schlussrunde werden die Ergebnisse der beiden Großgruppen nochmal im Plenum zusammengefasst. Auf Wunsch der Sexauer*innen werden Fragen angepasst, umformuliert und sogar ein ganz neues Themenfeld (CarSharing) wird mit aufgenommen. Außerdem wird über die Verteilung und Bewerbung gesprochen und es können neue Interessierte für die Arbeit in den Arbeitskreisen gewonnen und vernetzt werden.

Ein spannender Abend voll konstruktiver Diskussion in wertschätzender Atmosphäre geht zu Ende und wir können gespannt sein, welche Ergebnisse der Fragebogen mit sich bringt.

Stadt Emmendingen: Online-Vortrag „Gemeinsam für ein gutes Leben im Alter“

Das Emmendinger Quartiersimpulse Projekt Bürgerkonzept „Älter werden in Mundingen“ lud zu einem Online-Vortrag zum Thema „Gemeinsam für ein gutes Leben im Alter“ ein. Dieser Vortrag soll zum einen Inspiration geben, was mit bürgerschaftlichem Engagement geschafft werden kann und gleichzeitig als Einstimmung auf die bevorstehenden Bürgertische dienen. Lucia Eitenbichler, Vorstandsmitglied der Bürgergemeinschaft Oberried e.V., berichtet von den Aktivitäten des Vereins in Oberried und besonders vom Ursulinenhof, in dem neben Sozialwohnungen auch eine Tagespflege und eine Wohngruppe für pflegebedürftige Menschen und/ oder Menschen mit dementieller Veränderung Platz finden. Die Konzeptentwicklung des Ursulinenhofs wurde im Übrigen ebenfalls über ein Förderprogramm der Allianz für Beteiligung unterstützt: Gut Beraten!

Lebhaft erzählt Frau Eitenbichler von den Erfolgen, die die Bürgergemeinschaft in Oberried erreicht hat. Trotz Corona-Einschränkungen besteht großes Interesse an den Angeboten des Ursulinenhofs. In Oberried hat sich gezeigt: Beteiligung schafft Verantwortung! Seien es Angehörige der Menschen in der Wohngruppe, Ehrenamtliche im Verein oder die Gasthäuser des Ortes, die den Ursulinenhof bekochen – in Oberried packen alle an und schaffen damit gemeinsam einen Ort für ein gutes Leben im Alter.

Die Begeisterung und Energie von Frau Eitenbichler ist direkt ansteckend und die 25 Mundinger*innen haben zahlreiche Rückfragen und überlegen gemeinsam, wie sich das Gehörte auf das mundinger Vorhaben übertragen lässt. Dabei ist ganz klar, dass die Mundinger*innen das Konzept nicht 1 zu 1 kopieren wollen, sondern Inspiration für ihre ganz eigenen Ideen mitnehmen. Ein sehr gut aufgestelltes Netzwerk der Nachbarschaftshilfe in Mundingen zeigt, wie engagiert die Menschen vor Ort bereits sind.

Eine weitere Möglichkeit der Beteiligung bietet eine Onlineplattform. So kann corona-konforme Beteiligung aussehen!

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