Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

Fischerhäuser Bürger richten Aktionstag aus

INTERESSIERTE ERFAHREN VIEL ZU HISTORIE UND ZUKUNFTSCHANCEN DES ÜBERLINGER STADTQUARTIERS

Die Fischerhäuser Vorstadt im Westen von Überlingen ist ein Stadtquartier mit langer Geschichte. Der Ursprung geht zurück bis in das 17. Jahrhundert, als sich Nachbarschaften zu Zeiten des dreißigjährigen Kriegs zu Schutzgemeinschaften gegen Eindringlinge zusammenschlossen. Über die Jahrhunderte ist das Quartier gewachsen, widerspiegelt aber heute noch die mittelalterliche Siedlungsstruktur des Bodenseestädtchens.

Aktionsplakat in Überlingen

Eine aktive Nachbarschaft ist über die Jahre vor Ort entstanden, die nun auch einen weiteren Wandlungsprozess dieses Stadtraums interessiert mitbegleitet. Dazu gehört auch das Vorhaben der Überlinger Stadtverwaltung, für das Gebiet der Fischerhäuser Vorstadt einen Bebauungsplan zu entwickeln. Aus Sicht der Stadt wird damit eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung im Quartier erreicht. Ebenso könne man so die gewachsene Siedlungsstruktur des Quartiers dauerhaft schützen.

In diesen Erstellungsprozess des Bebauungsplans möchte sich die Nachbarschaftsinitiative der Fischerhäuser-Vorstadt aktiv mit einbringen, weshalb sie sich im Sommer letzten Jahres auch für eine Antragstellung im Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“ entschieden hat. Mit eigenen Veranstaltungen möchte die Gruppe Ideen der Quartiersbewohner in den Prozess einbringen und das große Ziel der Bewohner vor Ort weiterverfolgen, den historisch gewachsenen Charakter des Viertels auch in Zukunft zu erhalten.

Bei einem Stadtteilspaziergang und Fachvorträgen wird die Quartiersgeschichte erlebbar

Im November konnte die Gruppe trotz anziehender Corona-Zahlen im Land einen ganztägigen Aktionstag zur Fischerhäuservorstadt ausrichten. Einer Vor-Ort-Besichtigung in deren Rahmen auch Einblicke in lokale Handwerksbetriebe möglich waren folgten verschiedene Impuls-Vorträge in der Überlinger Auferstehungskirche. Die Vorträge beschäftigten sich mit verschiedenen wichtigen Themen im Planungsprozess wie den historischen Qualitäten des Stadtraums, dem Denkmalschutz oder ökologischen Entwicklungspotenzialen vor Ort, die Professor Walter Stamm-Teske den Veranstaltungsbesuchern näherbrachte.

Baubürgermeister Längin hält seinen Vortrag.

 

Auch der Überlinger Baubürgermeister Matthias Längin hatte die Gelegenheit, den Stand des Verfahrens aus städtischer Sicht zu erläutern. Zum Ende der Vorträge stellten sich alle Vortragenden einer Fragerunde. Doch nicht nur den Gästen taten sich neue Ausblicke auf die Themen auf. Auch Baubürgermeister Längin befand den kreativen Vorschlag von Professor Stamm-Teske, fortan noch stärker mit dem Gelände zu bauen und auf Gebäude mit Flachdach und niedrigerer Gesamthöhe zu setzen, durchaus bedenkenswert. So berichtete es der Südkurier.

Eine Verwaltung, die auf Augenhöhe zu städtebaulichen Vorhaben mit Interessierten ins direkte Gespräch geht. Und Bürger, die einen Planungsprozess aktiv mitgestalten und eigene Beiträge und Veranstaltungen in die Debatte mit einbringen. Wir hoffen, dass die Fischerhäuser Vorstadt von diesen guten Bedingungen profitiert und der Beteiligungsprozess am Ende für alle Akteure zufriedenstellend abgeschlossen werden kann.

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