Allianz für Beteiligung

vermitteln – vernetzen – verstärken

FC Esslingen veranstaltet sportliche Bürgerbeteiligung

In Nachbarschaftsgesprächen kommt der Verein mit Bewohnern der Esslinger Weststadt in den Austausch   

Jugendliche sammeln Bedarfe nach dem Training. © FC Esslingen

Auf den ersten Blick wirkt das Bild auf die Betrachtenden ungewohnt: Blauer Tartanbelag und Sportshirts treffen auf eine bunt beschriftete und beklebte Pinnwand, wie man sie aus Bürgerbeteiligungsprozessen kennt. Nicht so bei den Nachbarschaftsgesprächen des FC Esslingen. Der Fußballerverein, dessen Heimat sich im Westen Esslingens befindet, hat schon in mehreren Beteiligungsprozessen gezeigt, dass Sportvereine über ideale Voraussetzungen verfügen, um verschiedene Menschen ins Gespräch zu (lokal-)politischen Themen zu bringen. Und das gerne auch im Anschluss an ein intensives Fußballtraining direkt neben der Seitenlinie. 

Ausgangspunkt für das aktuelle Projekt, das durch das Förderprogramm „Nachbarschaftsgespräche“ ermöglicht wird, sind die derzeit häufig diskutierten Auswirkungen der Corona-Pandemie. Viele Interessen, gerade auch im Freizeitbereich, mussten in den zurückliegenden Monaten zurückstehen, da sie aufgrund der Verordnungslage verboten waren und die Gefahr einer Infektion mit dem neuartigen Virus bargen. Für die Vorstandschaft des FC Esslingen wurde rasch klar, dass man in der Aufarbeitung der Pandemie in den umliegenden Stadtteilen Brühl, Mettingen und Weil daher mitanpacken wollte. Im Fokus stehen in den bis Ende März durchgeführten Beteiligungsformaten bewusst auch jene Bedarfe der Quartiersbewohnenden, die erst im Laufe der Pandemie entstanden sind.

Der Format-Mix ist breit gewählt, damit sich alle Menschen vor Ort angesprochen fühlen. Neben einer Umfrage unter Multiplikatoren im Esslinger Westen finden ein Workshop mit Spielerinnen und Spielern des FC Esslingen, eine Kick-und-Talk-Veranstaltung am Jugendhaus Trio sowie eine Bürgerumfrage statt. An der Umfrage können alle interessierten Bewohnenden aus den drei Stadtteilen teilnehmen. Angenehmer Nebeneffekt für den FCE: Auch Bedarfe, die sich direkt auf den heimischen FCE-Sportpark in Weil beziehen, können direkt mitangegeben werden.   

Der FC Esslingen sieht sich als Brückenbauer in den Stadtteilen des Esslinger Westens  

Bewohner beim Workshop auf dem Sportplatz. © FC Esslingen

Der Verein kennt durch seine mehrjährige Erfahrung in der Quartiersarbeit sowohl die Einwohnerschaft als auch die weiteren Stakeholder des Esslinger Westens gut. Während Mettingen durch eine ausgezeichnete Infrastruktur und eine vergleichsweise junge Wohnbevölkerung charakterisiert ist, leben in Weil vermehrt ältere Menschen, die ebenso in eigenen Workshops im Projekt gezielt angesprochen werden. 

Schon vor Abschluss des Projekts wird in ersten Ergebnissen deutlich, dass sowohl junge wie alte Bewohnende wieder nach gemeinschaftsfördernden Aktionen lechzen. Der Altersunterschied scheint beim Bedürfnis nach einem niederschwelligen und geselligen Austausch im Quartier überhaupt keine Rolle zu spielen. Durch die Verortung der Gespräche an belebten Punkten in den Quartieren entsteht dieser Austausch im Projekt automatisch. Und auch in Zukunft will der Verein seine Funktion als „Brückenbauer“ zwischen den Menschen engagiert in weiteren Projekten im Quartier wahrnehmen. 

Auch wir sind schon sehr gespannt auf den Abschluss des Beteiligungsprozesses und die Endergebnisse der Bürgerumfrage, bei der sich Interessierte aus den drei Quartieren weiterhin gerne beteiligen dürfen. 

 

 

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