Bürgerbeteiligung in Kressbronn – Neue Wege und Möglichkeiten

Am 25. April 2015 fand in Kressbronn am Bodensee ein Workshop statt zum Thema: Wege und Möglichkeiten von Bürgerbeteiligung in Kressbronn.

Gemeinsam mit dem Bürgerforum Kressbronn und der Gemeinde in Kooperation mit der Allianz für Beteiligung wurde mit den TeilnehmerInnen darüber gesprochen welchen Stellenwert Bürgerbeteiligung in Kressbronn hat und wie diese gelingen kann

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Daniel Enzensperger gab Miriam Freudenberger von der Allianz für Beteiligung zunächst eine Einführung in das Thema Status Quo der Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg. „Bürgerbeteiligung funktioniert nur, wenn alle Parteien sie wollen“, betonte Freudenberger.

Anschließend kamen die TeilnehmerInnen zu einem Erfahrungsaustausch zusammen und diskutierten in kleinen Gesprächskreise die Fragen: Welche Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung haben wir gesammelt? Was bedeutet Bürgerbeteiligung für uns und wie wichtig ist uns Bürgerbeteiligung?

Es zeigte sich dass die TeilnehmerInnen bereits schlechte Erfahrungen gesammelt hatten, beispielsweise bei der Planung von Bodan und Seeufer. Aber auch gute Erfahrungen konnten genannt werden. Als Beispiel wurde hier die Planung des Seegartens angebracht.

Bei der Diskussion zeigte sich, dass das Thema „Vertrauen“ für die Beteiligten eine große Rolle spielt. Als Fazit schlossen sie, dass Vertrauensgewinnung vonseiten des Gemeinderates und der Verwaltung unerlässlich für eine funktionierende Bürgerbeteiligung sei.

Einig waren sich die TeilnehmerInnen darüber, dass für gute Bürgerbeteiligung die Grundvoraussetzung frühzeitiges Informieren ist. Konsens herrschte auch darüber, dass Bürgerbeteiligung einen enorm hohen Stellenwert für die Beteiligten hat, da sie ein Ohr an die Allgemeinheit für den Gemeinderat darstellt und eine Möglichkeit zur Mitgestaltung zwischen den Wahlen bietet.

Abschließend galt es noch zu klären, was für eine nachhaltige Bürgerbeteiligung in Kressbronn notwendig sei. Hierbei wurden unter anderem spezifische Leitlinien gewünscht und der Einbezug von Jugendlichen. Ein Vorschlag lautete außerdem, das bereits bestehende Bürgerforum als Urform der Beteiligungsorganisation auszubauen und einen zuständigen Ansprechpartner im Rathaus zu installieren.

Die während des Workshops erarbeiteten Ergebnisse sollen nun zunächst dokumentiert und anschließend bei einer Vollversammlung des Bürgerforums im Mai noch einmal thematisiert werden. „Für uns beginnt die Arbeit jetzt eigentlich erst“, sagte Marion Dorner.

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